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Perlpilz.                                                   Foto: Anton Hausknecht















           Merkmale.
           Der Hut wird 6-15 cm breit. Die Farbe des Hutes ist hell-rötlich
           bis grau-rötlich oder braun-rötlich, gelbbraun oder graubraun mit
           rötlichen Flecken. Auf dem Hut sind hellgraue Warzen oder Flocken.
           Der Hut ist am Rand nur ganz wenig oder gar nicht gerieft (keine
           Streifchen). Die Lamellen sind weiß und haben oft rötliche Flecken.
           Der Stiel wird 6-15 cm hoch und hat eine Stielknolle. Die Stielknolle
           hat keinen wulstigen Rand. Es gibt auch keine sackförmige Hülle
           wie bei den Knollenblätterpilzen. Am Stiel hängt ein Ring mit feinen
           Streifchen. Das Fleisch verfärbt sich in allen Teilen des Fruchtkör-
           pers rötlich, wenn man es berührt oder verletzt. Der Perlpilz riecht
           schwach nach Rettich.
           Genießbarkeit.
           Der Perlpilz ist ein beliebter Speisepilz, weil er sehr häufig und
           manchmal sehr ergiebig ist. Vorsicht: Der Perlpilz ist in rohem
           Zustand giftig. Der Perlpilz verdirbt leicht, er muss daher rasch
           verarbeitet werden.
           Ähnliche Pilze.
           Beim Pantherpilz sind am Hut ganz am Rand feine Furchen
           und Streifchen, er ist „gerieft“. Der Ring ist glatt und hat keine
           Streifhen, er ist „ungerieft“. Die Stielknolle ist rund und hat einen
           wulstigen Rand. Außerdem ist das Fleisch des Pantherpilzes weiß, es
           verfärbt sich nirgends rötlich.
           Vorkommen.
           In Laubwäldern und Nadelwäldern.
           In allen Bundesländern.
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